Padelradar
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04. November 20265 Min. Lesezeit

Padel-Griffband und Overgrip: wann wechseln, wie wickeln

Kaum ein Teil der Ausrüstung ist so billig und wird so oft vergessen wie das Griffband. Dabei merkst du einen abgenutzten Griff bei jedem Schlag: Der Schläger dreht sich in der Hand, du greifst fester zu, und nach dem Match zieht es im Unterarm. Ein neues Overgrip kostet rund zwei Euro und ist in fünf Minuten gewickelt. Hier steht, was der Unterschied zum Basisgriffband ist, wann du wechseln solltest und wie das Wickeln klappt.

Padel-Griffband und Overgrip: der Unterschied

Auf einem Padelschläger sitzen in der Regel zwei Schichten:

  • Basisgriffband: Das ist das Band, mit dem der Schläger aus dem Werk kommt. Es klebt direkt auf dem Griff, ist dicker und dämpft. Es hält lange, bei den meisten Freizeitspielern viele Monate.
  • Overgrip: ein dünnes Band, das du über das Basisgriffband wickelst. Standard-Overgrips sind etwa 0,4 bis 0,6 Millimeter dick. Es sorgt für Halt, nimmt Schweiß auf und ist das Teil, das du regelmäßig tauschst.

Die meisten Schläger werden ohne Overgrip ausgeliefert. Mein Rat: Wickle vor dem ersten Spiel eines drauf. Das schont das Basisgriffband, das schwieriger zu tauschen ist, und du kannst die Griffstärke anpassen.

Wann solltest du das Overgrip wechseln?

Feste Regeln gibt es nicht, aber zwei Erfahrungswerte aus dem Fachhandel: alle vier bis sechs Einheiten für Vereinsspieler, oder alle 8 bis 12 Spielstunden. Wer stark schwitzt oder im Sommer draußen spielt, wechselt früher. Wichtiger als der Kalender sind diese Anzeichen:

  • Der Griff fühlt sich glatt oder speckig an, der Schläger rutscht.
  • Das Band ist an der Stelle, wo dein Zeigefinger liegt, dünn oder eingerissen.
  • Die Farbe ist grau oder fleckig, das Band riecht.
  • Der Griff fühlt sich hart an, weil das Band zusammengedrückt ist.

Zum Rechnen: Wer zweimal pro Woche spielt und alle fünf Einheiten wechselt, braucht rund 20 Overgrips im Jahr. Im 12er-Pack sind das etwa 23 Euro, also weniger als ein Platz für einen Abend.

Trocken oder klebrig: welches Overgrip passt zu dir?

  • Klebrige Overgrips (tacky): fühlen sich leicht haftend an und geben viel Halt. Gut für trockene Hände. Bei viel Schweiß werden sie schneller rutschig.
  • Trockene oder absorbierende Overgrips: fühlen sich eher stumpf an, saugen Schweiß auf und bleiben bei nassen Händen griffiger. Für die meisten in warmen Hallen die bessere Wahl.
  • Gelochte (perforierte) Overgrips: lassen Luft durch und trocknen schneller.
  • Dickere Comfort-Overgrips: dämpfen etwas mehr und machen den Griff dicker.

Wenn du dir unsicher bist: Kauf einen Dreierpack von jeder Sorte und entscheide nach zwei Wochen. Bei zwei Euro pro Band ist das ein günstiger Versuch.

Overgrip wickeln in fünf Schritten

  1. Altes Band ab: Overgrip abwickeln, Klebereste vom Basisgriffband sind kein Problem.
  2. Unten anfangen: Das schräg zugeschnittene Ende legst du am unteren Griffende an, direkt über der Stelle, an der die Handschlaufe austritt. Die Schutzfolie ziehst du dabei Stück für Stück ab.
  3. Spiralförmig nach oben: Jede Windung überlappt die vorherige um 2 bis 3 Millimeter. Die Richtung ist Geschmackssache, viele Rechtshänder wickeln im Uhrzeigersinn, Linkshänder umgekehrt. Wichtig ist, dass du gleichmäßig wickelst.
  4. Leichte Spannung: Zieh das Band straff, aber nicht kräftig. Wer zu stark zieht, macht es dünner und es reißt früher.
  5. Abschließen: Oben am Griff schneidest du den Rest schräg ab und fixierst das Ende mit dem Klebestreifen aus der Packung.

Beim ersten Mal dauert es zehn Minuten, danach fünf. Falten oder Lücken spürst du sofort in der Hand, dann lieber neu wickeln.

Griffstärke, Basisgriffband und Beispiele

Mit Overgrips passt du die Griffstärke an. Zwei dünne Overgrips übereinander ergeben etwa die Stärke eines dicken Comfort-Overgrips und fühlen sich fester an. Mehr als zwei Schichten machen den Griff schwammig. Ist der Griff zu dünn, greifst du fester zu und der Unterarm ermüdet. Ist er zu dick, wird das Handgelenk steif.

Das Basisgriffband tauschst du nur, wenn es rissig ist, sich verschiebt oder nicht mehr dämpft. Dafür wird das alte Band komplett entfernt und das neue direkt auf den Griff geklebt.

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Was sonst noch in die Tasche gehört, steht in der Übersicht Padel-Ausrüstung. Wenn du noch die richtige Tasche suchst: Padeltasche oder Rucksack? Und wenn der Schläger selbst nicht mehr passt: Padelschläger-Test 2026: die 9 besten und die besten Schläger für Anfänger.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte man beim Padel das Overgrip wechseln?

Als Richtwert alle vier bis sechs Einheiten oder alle 8 bis 12 Spielstunden. Spätestens dann, wenn der Griff glatt wird, das Band einreißt oder sich hart anfühlt. Wer stark schwitzt, wechselt früher.

Was ist der Unterschied zwischen Griffband und Overgrip?

Das Basisgriffband klebt direkt auf dem Griff, ist dicker und dämpft. Das Overgrip ist ein dünnes Band von etwa 0,4 bis 0,6 Millimetern, das darüber gewickelt wird, für Halt und Schweißaufnahme sorgt und regelmäßig getauscht wird.

Kann ich Tennis-Overgrips für Padel nehmen?

Ja, Overgrips für Tennis und Padel sind sehr ähnlich. Padel-Overgrips sind teils etwas kürzer, weil der Griff kürzer ist. Ein Tennis-Overgrip schneidest du am Ende einfach ab.

Wie viele Overgrips kann ich übereinander wickeln?

Zwei sind üblich, um den Griff etwas dicker zu machen. Mehr als zwei Schichten machen den Griff schwammig, dann ist ein dickeres Comfort-Overgrip die bessere Lösung.

Was kostet ein Padel-Overgrip?

Im Dreierpack rund 2 Euro pro Band, im 12er-Pack etwa 1,10 Euro. Ein Basisgriffband kostet 5 bis 9 Euro.

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