Padelradar

Padelplatz-Wissen

Der Padelplatz: alle Fragen zum Padel Court auf einer Seite

Wie groß ist ein Padelplatz, was kostet er, was kostet eine Stunde darauf, Halle oder draußen, Einzel oder Doppel, Panorama oder Classic? Hier stehen die Antworten mit Zahlen — für Spieler, die einen Platz suchen, und für alle, die einen bauen, kaufen oder betreiben wollen.

2.300+
Padelplätze in Deutschland
628
Anlagen
475
Städte
20 × 10 m
Maß eines Doppelplatzes

Wie groß ist ein Padelplatz? Maße und Größe

Ein Padelplatz für das Doppel ist 20 Meter lang und 10 Meter breit, gemessen innen zwischen den Wänden — gut ein Drittel eines Tennisplatzes. Das Netz teilt ihn in zwei Hälften von 10 × 10 Metern. Die Aufschlaglinie liegt 6,95 Meter vom Netz entfernt, eine Mittellinie teilt jede Hälfte in zwei Aufschlagfelder. Die Linien sind 5 Zentimeter breit und zählen nur beim Aufschlag.

BauteilMaß
Spielfläche Doppel20 × 10 m
Spielfläche Einzel20 × 6 m
Rückwand4 m hoch: 3 m Glas, darüber 1 m Gitter
Seitenwand3 m Glas an der Rückwand, abgestuft auf 2 m; Gitter bis 3 m
Netz10 m lang, 88 cm Mitte, 92 cm an den Pfosten
Aufschlaglinie6,95 m vom Netz
Freie Höhemindestens 6 m, empfohlen 8 m
EingangÖffnungen an beiden Seiten am Netz, mit oder ohne Tür
NetzAufschlagfeldGitterGlasGrundlinie

Wer ein Grundstück plant, rechnet mit mehr als der Spielfläche: Die Konstruktion braucht außen rund einen halben Meter, dazu Wege, Beleuchtungsmasten und Abstand zum nächsten Platz. Als Faustzahl braucht ein Court eine Fläche von etwa 11 × 21 Metern, zwei Plätze nebeneinander gut 22 × 21 Meter.

Was kostet ein Padelplatz? Padel Court Kosten im Überblick

Die Frage hat zwei Antworten: den Court als Bausatz — und den fertigen Platz mit allem, was darunter und drumherum ist. Die Zahlen sind Richtwerte aus dem deutschen Markt 2025/26; je nach Hersteller, Glasstärke, Stahlgüte und Standort liegt ein Angebot darüber oder darunter.

PositionRichtwert
Court Classic (Stahl, Glas, Gitter, Kunstrasen)15.000 – 30.000 €
Court Panorama (mehr Glas, weniger Stahl)25.000 – 45.000 €
Fundament oder Bodenplatte8.000 – 20.000 €
Beleuchtung (4 Masten, LED)3.000 – 8.000 €
Montage und Transport3.000 – 8.000 €
Planung, Genehmigung, Erschließungje nach Standort
Fertiger Außenplatz, gesamt35.000 – 70.000 €

Eine Halle rechnet anders: Traglufthalle, Leichtbauhalle oder massiver Neubau unterscheiden sich um ein Vielfaches, und die Höhe von mindestens sechs Metern treibt den Preis. Wer die Zahlen für sein Projekt braucht, findet Anbieter und Erfahrungswerte im Verzeichnis für Hallenbau und zur Finanzierung. Laufende Kosten: Kunstrasen-Tausch nach 8 bis 15 Jahren, Sand nachfüllen, Strom für die Beleuchtung, Versicherung.

Padelplatz bauen: Ablauf, Fundament, Genehmigung

Ein Padelplatz ist mit vier Meter hohen Wänden eine bauliche Anlage — in der Regel braucht er eine Baugenehmigung. Entscheidend sind der Bebauungsplan, der Lärmschutz (der Aufprall am Glas ist laut) und die Abstände zur Wohnbebauung; die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde. Das Gespräch mit dem Bauamt gehört vor die Bestellung, nicht danach.

  1. 1Fläche und Genehmigung

    Grundstück prüfen (11 × 21 m je Platz, Zuwege, Parkplätze), Bauamt fragen, Lärmgutachten einplanen, wenn Nachbarn nah sind.

  2. 2Fundament

    Bodenplatte aus Beton oder Streifenfundament, eben auf ±5 mm, mit Entwässerung. Der teuerste und wichtigste unsichtbare Teil.

  3. 3Court aufbauen

    Stahlrahmen, Glas, Gitter, Netzpfosten — mit erfahrenen Monteuren zwei bis vier Tage je Platz.

  4. 4Belag und Licht

    Kunstrasen verlegen, mit Quarzsand einstreuen und einbürsten, Beleuchtung ausrichten, Netz spannen — fertig.

Anbieter nach Gewerk: Padelplatz-Bau, Fundament, Kunstrasen, Beleuchtung, Planung.

Padel Court kaufen: Hersteller, Ausstattung, worauf es ankommt

Die meisten Courts in Deutschland kommen von spanischen und italienischen Herstellern, montiert von deutschen Partnern. Beim Vergleich zählen fünf Dinge: die Glasstärke (10 mm Standard, 12 mm bei Panorama-Courts), die Stahlgüte und Verzinkung (feuerverzinkt hält draußen Jahrzehnte), der Kunstrasen (Fasertyp, Sandmenge, Garantie), die Beleuchtung (LED, Lux-Wert, Blendung) und die Zertifizierung — für Turniere muss der Platz dem Regelwerk der FIP entsprechen.

Gebrauchte Courts gibt es, wenn Anlagen umrüsten; der Transport frisst dann oft den Preisvorteil. Mobile Courts werden für Events wochenweise gemietet. Hersteller im Verzeichnis.

Padel Single Court: der Einzelplatz

Der Einzel-Court ist 20 Meter lang und 6 Meter breit — gleich lang wie der Doppelplatz, aber vier Meter schmaler. Zwei Spieler statt vier, dieselben Regeln, dieselben Wände. Er ist selten: Turniere werden fast ausschließlich im Doppel gespielt, und wer nur zu zweit ist, nimmt meist den normalen Platz. Sinn ergibt er dort, wo für einen ganzen Court die Fläche fehlt, oder als Trainingsplatz.

Padelplatz mieten und buchen: was eine Stunde kostet

Die Platzmiete liegt in Deutschland meist zwischen 24 und 48 Euro pro Stunde für den ganzen Platz — im Doppel also 6 bis 12 Euro pro Person. Abends und am Wochenende ist es teurer als vormittags, in der Halle teurer als draußen, in Großstädten teurer als auf dem Land. Gebucht wird in Blöcken von 60 oder 90 Minuten, fast überall online über das Buchungssystem der Anlage.

Den freien Platz findest du im Platzfinder: Stadt, Datum, Dauer — und du siehst die freien Zeiten aller angebundenen Anlagen mit Preis und Buchungslink. Wer spontan spielt, richtet sich eine Platz-Benachrichtigung ein und bekommt Bescheid, sobald ein Platz frei wird, auch nach einer Absage.

Padelhalle oder Außenplatz: Indoor und Outdoor im Vergleich

Padel kommt aus Spanien und wird dort draußen gespielt. In Deutschland entscheidet das Wetter: Nasses Glas und nasser Kunstrasen sind rutschig, der Ball springt kaum, und ab Oktober wird es früh dunkel. Deshalb stehen die meisten Plätze hierzulande in Hallen oder unter einem Dach.

HalleDraußen
Spielbardas ganze Jahrtrocken, hell, über 5 °C
Freie Höhemindestens 6 m, besser 8 mkeine Grenze
Kosten je Platzdeutlich höher (Gebäude)35.000 – 70.000 €
Miete für Spielerhöher, vor allem abendsgünstiger
Pflegeweniger Schmutz, Sand hält längerLaub, Moos, Frost

Überdachte Außenplätze (Dach ohne Wände) sind der Mittelweg: wettergeschützt, ohne Hallenkosten, mit frischer Luft — aber im Winter kalt. Wer eine Halle plant, findet Anbieter im Verzeichnis für Hallenbau.

Panorama-Court oder Classic: der Unterschied

Beim Classic-Court tragen Stahlpfosten die Glasscheiben; die Rückwand hat drei bis vier Pfosten, die Seiten sind abgestuft. Beim Panorama-Court steht die Rückwand als durchgehende Glasfront ohne Pfosten, oft bis vier Meter hoch, mit dickerem Glas (12 mm). Das sieht besser aus, Zuschauer sehen mehr, der Ball springt an der Rückwand ohne Pfostenkanten — und es kostet rund ein Drittel mehr. Für das Spiel selbst gelten beide als vollwertig; Profi-Turniere werden auf Panorama-Courts gespielt.

Wie viele Padelplätze gibt es in Deutschland?

Padelradar zählt aktuell 2.361 Padelplätze an 628 Anlagen in 475 Städten — aus den angebundenen Buchungssystemen, wöchentlich abgeglichen. Vor fünf Jahren waren es ein paar Dutzend Anlagen; heute eröffnen jede Woche neue, viele davon als umgebaute Tennishallen oder auf ehemaligen Tennisplätzen. Die Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg und Berlin; auf dem Land ist noch viel Platz.

Boden, Netz, Beleuchtung: die Technik des Padelplatzes

Boden: Kunstrasen mit Sand

Fast alle Plätze haben Kunstrasen, der mit Quarzsand eingestreut wird — der Sand macht den Belag griffig und gleichmäßig. Blau ist am häufigsten, Grün und Terracotta gibt es auch. Das Regelwerk lässt auch Beton oder Kunststoff zu, in der Praxis spielt das keine Rolle.

Netz: 88 Zentimeter

Das Netz ist 10 Meter lang, 88 Zentimeter hoch in der Mitte und 92 Zentimeter an den Pfosten, oben mit einem weißen Band. Es reicht von Wand zu Wand; daneben liegen die Öffnungen, durch die man den Platz betritt und — erlaubt — verlässt, um einen Ball zu spielen.

Beleuchtung: vier Masten

Vier Masten außerhalb der Wände, sechs Meter hoch, LED. Das Regelwerk verlangt mindestens rund 400 Lux gleichmäßig auf der Fläche, Turniere brauchen 500 Lux und mehr. In der Halle hängt das Licht über dem Platz — außerhalb der sechs Meter freien Höhe.

Pflege und Lebensdauer

Stahl und Glas halten Jahrzehnte, der Kunstrasen ist das Verschleißteil: 8 bis 15 Jahre, je nach Belastung und Pflege. Dazwischen heißt Pflege vor allem Sand: nachfüllen, verteilen, einbürsten — zu wenig Sand macht den Belag rutschig, zu viel macht ihn schwer. Draußen kommen Laub, Moos und Frost dazu, dann hilft eine Reinigung mit Bürste und Sauger. Glasscheiben, Schrauben und Netzspannung werden ein- bis zweimal im Jahr geprüft. Wartung im Verzeichnis.

Was auf dem Platz gilt: die Regeln in Kürze

Aufschlag von unten nach einem Aufsprung, diagonal ins Aufschlagfeld; im Ballwechsel darf der Ball nach dem Aufsprung an Glas und Gitter abprallen; zweimal aufspringen ist ein Fehler; gezählt wird wie im Tennis, meist mit Golden Point. Ausführlich, mit Animationen: Padel-Regeln einfach erklärt. Wer sie kann, holt sich den Padelführerschein im Padelquiz.

Häufige Fragen zum Padelplatz

Wie groß ist ein Padelplatz?
Ein Padelplatz (Doppel) ist 20 Meter lang und 10 Meter breit, gemessen innen zwischen den Wänden. Das Netz teilt ihn in zwei Hälften von 10 × 10 Metern, die Aufschlaglinie liegt 6,95 Meter vom Netz entfernt. Ein Einzel-Court ist 20 × 6 Meter.
Was kostet ein Padelplatz?
Als Richtwert für Deutschland: Der Court selbst (Glas, Stahl, Gitter, Kunstrasen) kostet etwa 15.000 bis 30.000 Euro, ein Panorama-Court 25.000 bis 45.000 Euro. Dazu kommen Fundament oder Bodenplatte (rund 8.000 bis 20.000 Euro), Beleuchtung (3.000 bis 8.000 Euro), Montage und Planung. Ein fertiger Außenplatz liegt damit meist zwischen 35.000 und 70.000 Euro, eine Halle drumherum kostet ein Vielfaches.
Was kostet eine Stunde Padel?
Die Platzmiete liegt in Deutschland meist zwischen 24 und 48 Euro pro Stunde für den ganzen Platz, also etwa 6 bis 12 Euro pro Person im Doppel. Abends und am Wochenende ist es teurer als vormittags, in der Halle teurer als draußen. Gebucht wird in Blöcken von 60 oder 90 Minuten.
Wie hoch ist das Netz beim Padel?
88 Zentimeter in der Mitte und 92 Zentimeter an den Pfosten. Das Netz ist 10 Meter lang und reicht von Wand zu Wand.
Warum hat ein Padelplatz Glaswände?
Weil die Wände mitspielen: Der Ball darf nach dem Aufsprung an Glas und Gitter abprallen und bleibt im Spiel. Glas ist dafür ideal, weil es berechenbar zurückspringt und Zuschauer hindurchsehen. Verbaut wird 10 oder 12 Millimeter starkes Einscheiben-Sicherheitsglas.
Welcher Boden liegt auf einem Padelplatz?
Fast immer Kunstrasen, der mit Quarzsand eingestreut wird. Der Sand macht den Belag griffig und gleichmäßig. Üblich sind Blau, Grün und Terracotta; das Regelwerk lässt auch Beton und Kunststoffbeläge zu, in der Praxis spielt das keine Rolle.
Wie hoch muss eine Padelhalle sein?
Mindestens 6 Meter freie Höhe über der gesamten Spielfläche, ohne Träger oder Lampen darin. Empfohlen sind 8 Meter, damit der hohe Lob nicht an die Decke geht. Deshalb sind viele alte Tennishallen für Padel zu niedrig.
Kann man Padel im Regen spielen?
Auf einem Außenplatz nur eingeschränkt: Nasses Glas und nasser Kunstrasen werden rutschig, und der Ball springt kaum noch. Die meisten Anlagen in Deutschland haben deshalb Hallenplätze oder überdachte Außenplätze.
Wie viele Padelplätze gibt es in Deutschland?
Padelradar zählt über 2.300 Padelplätze an mehr als 600 Anlagen in rund 470 Städten (Stand September 2026) — und es kommen jede Woche neue dazu. Die aktuelle Zahl steht oben auf dieser Seite.
Wie finde ich einen freien Padelplatz in meiner Nähe?
Im Platzfinder von Padelradar: Stadt eingeben, Datum und Dauer wählen, und du siehst die freien Zeiten aller angebundenen Anlagen mit Preis und Buchungslink. Wer öfter spontan spielt, richtet sich eine Platz-Benachrichtigung ein und bekommt Bescheid, sobald ein Platz frei wird.
Brauche ich eine Baugenehmigung für einen Padelplatz?
In der Regel ja: Ein Padelplatz mit vier Meter hohen Wänden ist eine bauliche Anlage, und die Genehmigung hängt vom Bebauungsplan, dem Lärmschutz (Padel ist durch den Aufprall am Glas laut) und den Abständen zur Wohnbebauung ab. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde — vor dem Kauf mit dem Bauamt sprechen.
Wie lange hält ein Padelplatz?
Stahl und Glas halten bei guter Pflege Jahrzehnte. Der Kunstrasen ist das Verschleißteil: Je nach Belastung liegt er 8 bis 15 Jahre, dann wird er getauscht. Zwischendurch heißt Pflege: Sand nachfüllen und verteilen, Laub und Moos entfernen, Glas und Schrauben prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Einzel- und Doppelplatz?
Der Einzel-Court ist mit 20 × 6 Metern schmaler als der Doppelplatz (20 × 10 Meter) und für zwei Spieler gedacht. Er ist selten — Turniere werden fast nur im Doppel gespielt — und lohnt sich vor allem dort, wo für einen ganzen Platz die Fläche fehlt.

Und jetzt auf den Platz?

Der Platzfinder zeigt dir freie Zeiten in deiner Nähe mit Preis und Buchungslink — und für eigene Turniere in der Halle gibt es den Turnier-Planer.