Padelplatz-Wissen
Wie groß ist ein Padelplatz, was kostet er, was kostet eine Stunde darauf, Halle oder draußen, Einzel oder Doppel, Panorama oder Classic? Hier stehen die Antworten mit Zahlen — für Spieler, die einen Platz suchen, und für alle, die einen bauen, kaufen oder betreiben wollen.
Ein Padelplatz für das Doppel ist 20 Meter lang und 10 Meter breit, gemessen innen zwischen den Wänden — gut ein Drittel eines Tennisplatzes. Das Netz teilt ihn in zwei Hälften von 10 × 10 Metern. Die Aufschlaglinie liegt 6,95 Meter vom Netz entfernt, eine Mittellinie teilt jede Hälfte in zwei Aufschlagfelder. Die Linien sind 5 Zentimeter breit und zählen nur beim Aufschlag.
| Bauteil | Maß |
|---|---|
| Spielfläche Doppel | 20 × 10 m |
| Spielfläche Einzel | 20 × 6 m |
| Rückwand | 4 m hoch: 3 m Glas, darüber 1 m Gitter |
| Seitenwand | 3 m Glas an der Rückwand, abgestuft auf 2 m; Gitter bis 3 m |
| Netz | 10 m lang, 88 cm Mitte, 92 cm an den Pfosten |
| Aufschlaglinie | 6,95 m vom Netz |
| Freie Höhe | mindestens 6 m, empfohlen 8 m |
| Eingang | Öffnungen an beiden Seiten am Netz, mit oder ohne Tür |
Wer ein Grundstück plant, rechnet mit mehr als der Spielfläche: Die Konstruktion braucht außen rund einen halben Meter, dazu Wege, Beleuchtungsmasten und Abstand zum nächsten Platz. Als Faustzahl braucht ein Court eine Fläche von etwa 11 × 21 Metern, zwei Plätze nebeneinander gut 22 × 21 Meter.
Die Frage hat zwei Antworten: den Court als Bausatz — und den fertigen Platz mit allem, was darunter und drumherum ist. Die Zahlen sind Richtwerte aus dem deutschen Markt 2025/26; je nach Hersteller, Glasstärke, Stahlgüte und Standort liegt ein Angebot darüber oder darunter.
| Position | Richtwert |
|---|---|
| Court Classic (Stahl, Glas, Gitter, Kunstrasen) | 15.000 – 30.000 € |
| Court Panorama (mehr Glas, weniger Stahl) | 25.000 – 45.000 € |
| Fundament oder Bodenplatte | 8.000 – 20.000 € |
| Beleuchtung (4 Masten, LED) | 3.000 – 8.000 € |
| Montage und Transport | 3.000 – 8.000 € |
| Planung, Genehmigung, Erschließung | je nach Standort |
| Fertiger Außenplatz, gesamt | 35.000 – 70.000 € |
Eine Halle rechnet anders: Traglufthalle, Leichtbauhalle oder massiver Neubau unterscheiden sich um ein Vielfaches, und die Höhe von mindestens sechs Metern treibt den Preis. Wer die Zahlen für sein Projekt braucht, findet Anbieter und Erfahrungswerte im Verzeichnis für Hallenbau und zur Finanzierung. Laufende Kosten: Kunstrasen-Tausch nach 8 bis 15 Jahren, Sand nachfüllen, Strom für die Beleuchtung, Versicherung.
Ein Padelplatz ist mit vier Meter hohen Wänden eine bauliche Anlage — in der Regel braucht er eine Baugenehmigung. Entscheidend sind der Bebauungsplan, der Lärmschutz (der Aufprall am Glas ist laut) und die Abstände zur Wohnbebauung; die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde. Das Gespräch mit dem Bauamt gehört vor die Bestellung, nicht danach.
Grundstück prüfen (11 × 21 m je Platz, Zuwege, Parkplätze), Bauamt fragen, Lärmgutachten einplanen, wenn Nachbarn nah sind.
Bodenplatte aus Beton oder Streifenfundament, eben auf ±5 mm, mit Entwässerung. Der teuerste und wichtigste unsichtbare Teil.
Stahlrahmen, Glas, Gitter, Netzpfosten — mit erfahrenen Monteuren zwei bis vier Tage je Platz.
Kunstrasen verlegen, mit Quarzsand einstreuen und einbürsten, Beleuchtung ausrichten, Netz spannen — fertig.
Anbieter nach Gewerk: Padelplatz-Bau, Fundament, Kunstrasen, Beleuchtung, Planung.
Die meisten Courts in Deutschland kommen von spanischen und italienischen Herstellern, montiert von deutschen Partnern. Beim Vergleich zählen fünf Dinge: die Glasstärke (10 mm Standard, 12 mm bei Panorama-Courts), die Stahlgüte und Verzinkung (feuerverzinkt hält draußen Jahrzehnte), der Kunstrasen (Fasertyp, Sandmenge, Garantie), die Beleuchtung (LED, Lux-Wert, Blendung) und die Zertifizierung — für Turniere muss der Platz dem Regelwerk der FIP entsprechen.
Gebrauchte Courts gibt es, wenn Anlagen umrüsten; der Transport frisst dann oft den Preisvorteil. Mobile Courts werden für Events wochenweise gemietet. Hersteller im Verzeichnis.
Der Einzel-Court ist 20 Meter lang und 6 Meter breit — gleich lang wie der Doppelplatz, aber vier Meter schmaler. Zwei Spieler statt vier, dieselben Regeln, dieselben Wände. Er ist selten: Turniere werden fast ausschließlich im Doppel gespielt, und wer nur zu zweit ist, nimmt meist den normalen Platz. Sinn ergibt er dort, wo für einen ganzen Court die Fläche fehlt, oder als Trainingsplatz.
Die Platzmiete liegt in Deutschland meist zwischen 24 und 48 Euro pro Stunde für den ganzen Platz — im Doppel also 6 bis 12 Euro pro Person. Abends und am Wochenende ist es teurer als vormittags, in der Halle teurer als draußen, in Großstädten teurer als auf dem Land. Gebucht wird in Blöcken von 60 oder 90 Minuten, fast überall online über das Buchungssystem der Anlage.
Den freien Platz findest du im Platzfinder: Stadt, Datum, Dauer — und du siehst die freien Zeiten aller angebundenen Anlagen mit Preis und Buchungslink. Wer spontan spielt, richtet sich eine Platz-Benachrichtigung ein und bekommt Bescheid, sobald ein Platz frei wird, auch nach einer Absage.
Padel kommt aus Spanien und wird dort draußen gespielt. In Deutschland entscheidet das Wetter: Nasses Glas und nasser Kunstrasen sind rutschig, der Ball springt kaum, und ab Oktober wird es früh dunkel. Deshalb stehen die meisten Plätze hierzulande in Hallen oder unter einem Dach.
| Halle | Draußen | |
|---|---|---|
| Spielbar | das ganze Jahr | trocken, hell, über 5 °C |
| Freie Höhe | mindestens 6 m, besser 8 m | keine Grenze |
| Kosten je Platz | deutlich höher (Gebäude) | 35.000 – 70.000 € |
| Miete für Spieler | höher, vor allem abends | günstiger |
| Pflege | weniger Schmutz, Sand hält länger | Laub, Moos, Frost |
Überdachte Außenplätze (Dach ohne Wände) sind der Mittelweg: wettergeschützt, ohne Hallenkosten, mit frischer Luft — aber im Winter kalt. Wer eine Halle plant, findet Anbieter im Verzeichnis für Hallenbau.
Beim Classic-Court tragen Stahlpfosten die Glasscheiben; die Rückwand hat drei bis vier Pfosten, die Seiten sind abgestuft. Beim Panorama-Court steht die Rückwand als durchgehende Glasfront ohne Pfosten, oft bis vier Meter hoch, mit dickerem Glas (12 mm). Das sieht besser aus, Zuschauer sehen mehr, der Ball springt an der Rückwand ohne Pfostenkanten — und es kostet rund ein Drittel mehr. Für das Spiel selbst gelten beide als vollwertig; Profi-Turniere werden auf Panorama-Courts gespielt.
Padelradar zählt aktuell 2.361 Padelplätze an 628 Anlagen in 475 Städten — aus den angebundenen Buchungssystemen, wöchentlich abgeglichen. Vor fünf Jahren waren es ein paar Dutzend Anlagen; heute eröffnen jede Woche neue, viele davon als umgebaute Tennishallen oder auf ehemaligen Tennisplätzen. Die Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg und Berlin; auf dem Land ist noch viel Platz.
Fast alle Plätze haben Kunstrasen, der mit Quarzsand eingestreut wird — der Sand macht den Belag griffig und gleichmäßig. Blau ist am häufigsten, Grün und Terracotta gibt es auch. Das Regelwerk lässt auch Beton oder Kunststoff zu, in der Praxis spielt das keine Rolle.
Das Netz ist 10 Meter lang, 88 Zentimeter hoch in der Mitte und 92 Zentimeter an den Pfosten, oben mit einem weißen Band. Es reicht von Wand zu Wand; daneben liegen die Öffnungen, durch die man den Platz betritt und — erlaubt — verlässt, um einen Ball zu spielen.
Vier Masten außerhalb der Wände, sechs Meter hoch, LED. Das Regelwerk verlangt mindestens rund 400 Lux gleichmäßig auf der Fläche, Turniere brauchen 500 Lux und mehr. In der Halle hängt das Licht über dem Platz — außerhalb der sechs Meter freien Höhe.
Stahl und Glas halten Jahrzehnte, der Kunstrasen ist das Verschleißteil: 8 bis 15 Jahre, je nach Belastung und Pflege. Dazwischen heißt Pflege vor allem Sand: nachfüllen, verteilen, einbürsten — zu wenig Sand macht den Belag rutschig, zu viel macht ihn schwer. Draußen kommen Laub, Moos und Frost dazu, dann hilft eine Reinigung mit Bürste und Sauger. Glasscheiben, Schrauben und Netzspannung werden ein- bis zweimal im Jahr geprüft. Wartung im Verzeichnis.
Aufschlag von unten nach einem Aufsprung, diagonal ins Aufschlagfeld; im Ballwechsel darf der Ball nach dem Aufsprung an Glas und Gitter abprallen; zweimal aufspringen ist ein Fehler; gezählt wird wie im Tennis, meist mit Golden Point. Ausführlich, mit Animationen: Padel-Regeln einfach erklärt. Wer sie kann, holt sich den Padelführerschein im Padelquiz.
Der Platzfinder zeigt dir freie Zeiten in deiner Nähe mit Preis und Buchungslink — und für eigene Turniere in der Halle gibt es den Turnier-Planer.