Padelradar
Zurück zum Blog
24. Juli 20265 Min. Lesezeit

Padel für Anfänger: Deine ersten 10 Stunden auf dem Court

Padel gehört zu den Rückschlagsportarten, die man am schnellsten lernt – nach zwei, drei Terminen spielst du echte Ballwechsel. Trotzdem verschwenden viele Anfänger ihre ersten Stunden mit Dingen, die auf ihrem Level keinen Unterschied machen. Hier steht, worauf es in den ersten zehn Stunden wirklich ankommt – und was du getrost ignorieren darfst.

Diese Schläge brauchst du wirklich

In den ersten Stunden reichen vier Dinge:

  • Vorhand und Rückhand flach: kurze Ausholbewegung, den Ball vor dem Körper treffen – Tempo ist erstmal egal.
  • Der Lob: der am meisten unterschätzte Schlag im Padel. Ein hoher Ball über die Gegner verschafft dir Zeit und die Position am Netz.
  • Ein sicherer Aufschlag: von unten, Richtung Glaswand, lieber platziert als hart.
  • Der einfache Volley: blocken statt schwingen. Schläger vor den Körper, kurzer Kontakt, fertig.

Position schlägt Technik

Der häufigste Anfängerfehler ist nicht der Schlag, sondern der Standort. Im Padel gibt es zwei gute Zonen: hinten nahe der Glaswand oder vorne am Netz – und eine schlechte: die Mitte, wo dir jeder Ball vor die Füße springt. Bewege dich mit deinem Partner wie an einer Schnur, beide vor oder beide zurück. Wer nach einem guten Lob gemeinsam ans Netz rückt, gewinnt auf Anfängerniveau die meisten Punkte.

Was du NICHT üben musst

Spar dir am Anfang alles, was auf Instagram gut aussieht:

  • Harte Smashes: Auf Anfängerlevel kommt fast jeder Smash zurück – oft von der Wand direkt vor deine Füße.
  • Bandeja und Víbora: wichtige Schläge, aber erst, wenn Lob und Position sitzen.
  • Spin und Trickschläge: Ein flacher, tiefer Ball gewinnt mehr Punkte als jeder angeschnittene.

Der größte Aha-Moment kommt sowieso von allein: der Moment, in dem die Glaswand vom Gegner zum Mitspieler wird und du einen Ball hinter dir ganz ruhig von der Wand nimmst, statt ihm hinterherzulaufen.

Mitspieler finden und weiterkommen

Padel lebt vom Doppel – und niemand erwartet, dass du zu viert anreist. In den Buchungs-Apps vieler Anlagen kannst du offenen Matches beitreten, die meisten Clubs haben Anfängerrunden oder lokale Gruppen. Freie Plätze und Anlagen in deiner Nähe findest du über unsere Padelplatz-Suche. Und bevor es ernst wird, lohnt ein Blick auf die wichtigsten Regeln – vor allem Aufschlag und Wände sorgen am Anfang für Diskussionen.

Häufige Fragen

Wie schnell lernt man Padel?

Schneller als Tennis: Nach zwei bis drei Terminen sind echte Ballwechsel normal. Mit Vorerfahrung aus Tennis, Squash oder Badminton geht es noch schneller.

Brauche ich als Anfänger einen Trainer?

Zum Reinschnuppern nicht. Ein bis zwei Trainerstunden lohnen sich aber früh – vor allem für das Spiel mit der Glaswand, das man aus keiner anderen Sportart kennt.

Wie finde ich Mitspieler?

Über offene Matches in den Buchungs-Apps der Anlagen, Anfängerrunden im Club oder lokale Gruppen. Viele Anlagen vermitteln aktiv, wenn du beim ersten Besuch nachfragst.

Padel für Anfänger: Deine ersten 10 Stunden auf dem Court | Padelradar