Nike zeigt erste Padel-Schläger – der Einstieg ist trotzdem offen
Auf einem geschlossenen Event von Drakes Marke NOCTA standen im Juli 2026 drei Padel-Schläger mit Nike-Schriftzug auf dem Tisch. Seitdem heißt es an vielen Stellen, Nike steige in den Padelmarkt ein. Genau das hat Nike aber nie gesagt. Wir haben sortiert, was tatsächlich belegt ist – und was daraus für die Branche folgt.
Was gezeigt wurde
Beim NOCTA-Manor-Event präsentierte Nike drei Modelle. Der Command fällt durch eine doppelte Perforation der Außenfläche auf, dazu eine Carbon-Optik im 16K-Look, ein asymmetrischer Kern und eine sandartig aufgeraute Oberfläche. Der Attack setzt auf eine betont kantige Geometrie und ist als Angriffsschläger angelegt. Der Balance bleibt bei einer klassischen Form mit 12K-Carbon und zielt auf Kontrolle.
Auf dem Platz standen dabei keine Unbekannten: Agustín Tapia und Juan Lebrón spielten, aus der NBA kamen Kevin Durant und Devin Booker dazu. Ein Verkaufsstart wurde nicht genannt, ein Preis ebenso wenig.

Was nur berichtet wird
Hier beginnt der Teil, den man sauber trennen muss. Nach Berichten aus der Sportartikelbranche peilt Nike einen offiziellen Einstieg für 2027 an, hat sich zu Padel öffentlich aber nie geäußert. Beobachter berichten von Nike-Scouts bei Premier-Padel-Turnieren in Buenos Aires und Rom. Als Verbindung gilt Nasser Al-Khelaïfi, Präsident von Premier Padel und von Paris Saint-Germain – einem Klub, den Nike ausrüstet.
Auch die Personalie, die überall mitschwingt, ist keine beschlossene Sache: Agustín Tapia, aktuell die Nummer eins der Welt, wird seit 2017 von Nox ausgerüstet, der Vertrag wurde 2024 verlängert und läuft bis Ende 2028. Nox-Gründer Jesús Ballvé hat öffentlich klargestellt, dass Tapia bleibt. Ein Nike-Deal über Schuhe und Bekleidung wäre ohne Nox' Zustimmung nicht zu machen.
Warum das für den Markt zählt
Padel-Schläger sind bisher ein Markt der Spezialisten: Bullpadel, Nox, Head, Adidas und Babolat teilen ihn weitgehend unter sich auf. Ein Hersteller in Nikes Größenordnung würde weniger über Technik als über Reichweite wirken – über Regale im Sporthandel, über Sichtbarkeit außerhalb der Szene und über Spielergehälter, die andere Marken mitgehen müssten.
Für dich als Spielerin oder Spieler ändert sich kurzfristig nichts: Es gibt keinen Termin, keinen Preis und keine Verfügbarkeit. Wer jetzt einen Schläger braucht, entscheidet weiter nach Form, Kern und Gewicht – die Kriterien dafür stehen in unserem Vergleich der Schlägerformen und in der Kaufberatung mit Release-Radar.
Was wir beobachten
Drei Dinge machen aus der Ankündigung eine echte Nachricht: eine offizielle Mitteilung von Nike, ein Termin für den Verkaufsstart und ein Vertrag mit einem Spieler oder einer Spielerin der Weltspitze. Kommt keiner dieser drei Punkte, bleibt es ein Auftritt auf einem Event. Wir verfolgen das weiter und melden uns, sobald sich etwas Belastbares ändert – gebündelt jede Woche in unserem Padel-Newsletter.
Fuentes
Texto propio de Padelradar. Los datos proceden de estas publicaciones:
- Nike unveils its first padel rackets at NOCTA Manor 2026 · Padel Addict · 21 de julio de 2026
- Nike padel move: Nox contract blocks Agustín Tapia deal · Sporting Goods Intelligence · 19 de junio de 2026
- Nike is ready to enter the padel scene in 2027 · Padel Magazine
Preguntas frecuentes
Steigt Nike offiziell in den Padelmarkt ein?
Offiziell bestätigt hat Nike nichts. Belegt ist, dass im Juli 2026 drei Padel-Schläger auf einem NOCTA-Event gezeigt wurden. Branchenberichte nennen 2027 als angepeiltes Jahr für einen Einstieg.
Wie heißen die drei Nike-Padel-Schläger?
Command, Attack und Balance. Command hat eine doppelt perforierte Außenfläche und einen asymmetrischen Kern, Attack eine kantige Angriffsform, Balance eine klassische Kontrollform mit 12K-Carbon.
Wann kann man die Nike-Schläger kaufen?
Es gibt bisher weder einen Verkaufsstart noch einen Preis. Beim gezeigten Auftritt handelte es sich um ein geschlossenes Event, nicht um einen Marktstart.
Wechselt Agustín Tapia zu Nike?
Danach sieht es nicht aus. Tapia ist bis Ende 2028 bei Nox unter Vertrag, und Nox-Gründer Jesús Ballvé hat einen Wechsel öffentlich ausgeschlossen.